Sommerpause

Hallo alle zusammen!

 

Heute leider keine Kolumne von mir, Pumerogo hat Sommerpause. 😉 Aber dafür bin ich bald wieder in alter, wortreicher Frische für euch da!

 

Bis dahin, vergesst das Schreiben nicht!

Pumerogo~

Ausfall :(

Wgn zu viel Unistress fällt die heutige Kolumne leider aus- natürlich werde ich es nachholen!

Dennoch: vergesst das Schreiben nicht!

Frohes Schaffen!

Büchermagie

Kolumne 14: Das Problem mit (zu) vielen Ideen

Hallo ihr Lieben,

in der heutigen Kolumne geht es um etwas, das zu unglaublich klingt um wahr zu sein. Zu viele Ideen? Was soll daran schlimm sein?

Ich kenn diese Verwirrung. Früher dachte ich, dass das gar nicht ginge. Dann aber ist es mir passiert. Ich wollte etwas schreiben, saß da vor dem leeren Blatt und konnte nicht anfangen. Das, was mich vom Schreiben abhielt, war aber keine Schreibblockade. Auch kein Ideenmangel oder mein innerer Schweinehund. Nicht einmal die Außenwelt wollte mich stören. Nein, die Störung kam von den Ideen selbst.

In meinem Kopf schwirrten mehrere Ideen rum, eine klang verlockender als die andere. „Schreib‘ mich!“, tönte es da oder „Nein, schreib‘ mich!“. „Wie wär’s mit mir? Du wolltest mich schon so lange schreiben und hast mich immer wieder aufgeschoben!“

Entschied ich mich für eine, begannen die anderen noch verlockender zu klingen und ich war mir in meiner Entscheidung plötzlich nicht mehr sicher. Saß da mit dem über dem Blatt schwebeneden Stift und fragte mich, wie ich jetzt damit umgehen sollte. Ich wusste von einigen der Ideen, dass sie nicht gut waren. Ich wusste auch, dass manche nicht gesellschaftstauglich waren. Nichts desto trotz wollte ich sie gerne schreiben und ich war mir sicher, dass es mir viel Spaß machen würde. In meinem Kopf schob ich sie hin und her, die einen kamen in die Kategorie der nicht guten, aber spaßigen Ideen. Die anderen kamen in die Kategorie der (vermutlich) guten Ideen. Das soll nicht heißen, dass gute Ideen keinen Spaß machen! Damit gebe ich mir nur mehr Mühe, weswegen sie ein bisschen anstrengender zu schreiben sind. Bei den nicht so guten schreibe ich einfach ohne Plan drauf los und achte auf gar nichts.

Zurück zu meinem Dilemma: was sollte ich denn nun schreiben? Ich kam schnell darauf, dass ich in meinem Kopf nicht weiter kam, also tat ich etwas ganz natürliches: ich schrieb. Ich stellte mir vor, ich wäre ein Autor vor einem Publikum und ich schrieb aus dieser Sicht dem Publikum, dass ich ihnen eine Geschichte erzählen wolle. Dann kam der eigentliche Trick (für mich): ich schrieb die Geschichten in vier Zeilen kurz auf. Das was ich schrieb waren solche Sachen wie: „Soll ich euch die Geschichte von xyz erzählen? Einem jungen, verzweifelten Autoren, der nicht weiß wie er seine Miete bezahlen soll? Der einfach keine Ideen hat und auf der Suche danach extreme Dinge ausprobiert? Oder wollt ihr die Geschichte ….“, etc. So ging das über ein paar Seiten und am Ende hatte ich eine Liste mit allen Ideen in Kurzform da stehen.

Das hatte mir zwei wichtige Dinge gebracht: Zum Einen hatte ich endlich angefangen zu schreiben und zum Anderen hatte ich nun ein besseres Gefühl für meine Ideen. Manche hörten sich besser, andere schlechter an. Ich wusste von den Zusammenfassungen, welche mir leichter aus der Feder fließen würden und irgendwie hat es geholfen. Ich konnte mich endlich entscheiden und fing an zu schreiben.

Kennt ihr das Problem? Wie geht ihr damit um?

Bis dahin~

Pumerogo

K 13: Figuren finden

Es geht heute nicht darum, sich etwas zu Erfinden, sondern tatsächlich darum, eine Figur zu finden.

Kennt ihr das? Mir passiert es ständig.
Ich sitze nichts ahnend in der Bahn und plötzlich steigt jemand ein und steht oder sitzt in meinem Blickfeld und mein Blick hängt an dieser Person fest. Ich muss mich darauf konzentrieren, nicht wie ein Irrer zu starren. Aber da sitzt sie! Eine Figur wie sie besser nicht hätte sein können. Zu ihr sprießen die Ideen in meinem Kopf und ich verfluche mich mal wieder, dass ich nicht so schnell schreiben, wie denken kann.

Da sitzt beispielsweise ein junges Mädchen, noch nicht ganz 18 Jahre, mit braunen Haaren und lässigen Klamotten. Sie kaut auf ihrem Kaugummi herum und spielt mit dem Kabel ihrer Kopfhörer (furchtbare Angewohnheit, nicht wahr?)
Sofort baut sich in meinem Kopf eine Idee rund um die Figur zusammen, eine Ahnung, wie ihr Leben bis hierher ausgesehen hat, was sie gern macht, was sie hasst.
Und um diese Ideen herum entwickelt sich eine Sequenz aus ihrem Leben, die entweder Teil einer Geschichte oder die Geschichte selbst sein könnte.

Eine Idee ist auch im Kaufhaus einfach mal unauffällig jemandem zu folgen und schauen, was er sich kauft. Wie er welche Produkte begutachtet und die Menschen beobachtet.
Als ich noch Theater gespielt habe, mussten wir das öfters machen, um verschiedene Charaktere zu sammeln und daraus ein Stück zusammen schustern.
Aber auch beim Schreiben hilft es manchmal.

Denn wahre Personen sagen viel mehr aus, als das, was wir über sie in unseren Köpfen zusammen bauen. Oft ist es wichtig, einfach mal genauer hinzuschauen, um etwas zu erkennen oder für sich zu finden.

In diesem Sinne, frohes Schaffen!

Büchermagie

Kolumne 12: Nützliche Helferlein

Hallo liebe Leser!

Diese Kolumne ist ein bisschen anders als meine bisherigen. Heute möchte ich euch nämlich ein paar nützliche Helferlein zum Schreiben vorstellen. Diese Helferlein sind kein Muss, man kann auch prima ohne sie arbeiten, hauptsache man hat irgendwas zum Schreiben. Aber vielleicht helfen sie ja einigen von euch zum effizienteren Arbeiten.

Zeitmanagement

Toggle ist ein nettes Programm um die geschriebene Zeit im Auge zu behalten. Der einfache Account zum Zeit messen ist kostenlos und ganz nützlich um den Überblick über den Aufwand des Projekts zu behalten. Natürlich muss man auch ehrlich sein und die Zeiten richtig eintragen. 😉 Die App zum runterladen habe ich übrigens nicht ausprobiert. Ich nutze Toggle nur online im Browser, aber man kann es wohl auch offline nutzen.

Mindmapping

Als ein gutes, kostenloses Programm für das digitale Mindmapping hat sich Freemind erwiesen (danke an Büchermagie für den Tipp!). Damit lassen sich problemlos komplexe Mindmaps am PC erstellen und das Programm ist plattformübergreifend. Es funktioniert auf Windows, Mac und Linux und ist echt zu empfehlen.

Editoren

Bei der ganzen Vielfalt an (mehr oder weniger) nützlichen Programmen verliert man schon mal schnell den Überblick. Reine Editoren zum Schreiben liefern die meisten Betriebssysteme direkt mit, aber meistens zeichnen sich diese nicht durch besonders tolle Features aus. Der Windows Editor kommt zum Beispiel ohne Rechtschreibprüfung daher und bietet sonst auch nicht viele andere Dinge. Hier mal ein paar Möglichkeiten für Editoren:

Eine gute Alternative zu Microsoft Word bietet das kostenlose Open Office, das auch gleich mit einer Tabellenkalkulation und mehr daher kommt. Das wirklich Schöne an Open Office ist, dass es für Linux, Mac und Windows funktioniert.

Wenn jemand wirklich nur schreiben möchte, ohne sich von irgendwelchem Geblinke in der Taskleiste oder von lustigen Spielzeugen des Texteditors ablenken zu lassen, dem empfehle ich WriteMonkey. Das Programm ist kostenlos und kann Ablenkungen vom Desktop ausblenden, indem man es einfach auf Fullscreen stellt. Schon sieht man nur das Eingabefenster und seinen Text. Die Farben des Hintergrunds und der Schrift, sowie die Schriftart kann man frei einstellen und einfach drauf los schreiben. Eine Rechtschreibprüfung kann auch aktiviert werden. Der einzige (nicht sonderlich gravierende) Nachteil ist meiner Meinung nach, dass das Speicherformat immer .txt ist und die Formatierung hinterher manuell erfolgen muss. Für Linux und Mac gibt es ähnliche Programme: Focus Writer (auch für Mac und Win) und WriteRoom (Mac). Die beiden habe ich aber noch nicht ausprobiert, laut Beschreibung sind beide kostenlos.

Der Klassiker

Manche Leute schreiben auch lieber mit Stift und Papier, so ganz analog, ohne Computer. Ich plane meine Projekte am liebsten in einem Notizbuch oder einem eigenen Ordner per Hand. Diese Art der Helferlein: Füller, Zettel, Post-Its sollen hier nur zur Vollständigkeit genannt werden, ich bin mir sicher, ihr kennt die alle mehr als genug. Ich kann am besten arbeiten, wenn mein Schreibtisch voll mit Post-Its und Zetteln ist, auf denen meine nächsten Szenen zusammengefasst sind. 😉

Planer & Editor

Die letzte Kategorie, die ich hier vorstellen möchte, ist die der (ich nenne sie mal) Planprogramme. Das sind Programme, in denen Ihr sowohl schreiben, als auch eure Geschichten planen könnt.  Ich komme damit nicht so gut klar, erkenne aber ihre Nützlichkeit. Sie machen eigentlich das, was ich mit tausenden Zetteln mache und sparen eine Menge Papier. 😉

Zu nennen wären da Scrivener und yWriter. Scrivener gibt es für Mac und Windows und ist leider nicht kostenlos (aber es gibt eine 30-tägige kostenlose Ausprobierphase.). Es macht echt Spaß Scrivener zu benutzen und ich bin mir sicher, dass man damit effizienter arbeiten kann. yWriter scheint eine ganz gute, kostenlose Alternative für Windows zu sein, damit spiele ich im Moment herum. Zum Erstellen von Drehbüchern habe ich Celtx  von Büchermagie empfohlen bekommen, wenn ihr Fragen dazu habt, ist sie vermutlich eine bessere Ansprechpartnerin als ich.

So, das waren jetzt einige. Ich hoffe, dass ich euch helfen konnte! Wenn ihr noch andere gute Programme kennt, immer her damit. Ich probiere gerne neue Dinge aus. 🙂 Aber im Endeffekt arbeite ich dann doch lieber analog, zumindest was das Planen angeht…

Bis demnächst,

Pumerogo~

K11: Lodernde Flammen

Die heutige Kolumne wird ein wenig von den Anderen abweichen, denn heute möchte ich mich mit einem sehr düsteren und traurigem Teil der Geschichte befassen:

Die Bücherverbrennung

Am 10. Mai 1939 fand in Deutschland an verschiedenen Plätzen große Ansammlungen von Menschen statt, die an dem Event teilnehmen wollten. Schon einen Monat zuvor rief die Deutsche Studentenschaft dazu auf, Bücher wegzuschaffen. Unter dem Schriftzug „Aktion wider den undeutschen Geist“ durchforsteten sie die Bibliotheken und brachten die Bevölkerung dazu, ihre eigenen Bücher zu ihnen zu bringen. Die Lagerplätze für die „verbotenen“ Bücher quollen schnell über.

Meiner Meinung nach hat der Verfall unserer Kultur an diesem Tag begonnen. Sicher gab es in der Geschichte viele Bücherverbrennungen, sie reichen zurück bis ins alte China und über die Jahrhunderte hinweg. Aber wie wahr ist Heinrich Heines Ausspruch doch: „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.”

In diese Schiene soll die Kolumne nicht führen. Also weiter in die Weiten der Bücherverbrennung. Die Liste der Bücher ist lang und vor allem auch sehr seltsam. Biene Maja als eines der einzigen Bücher von Waldemar Bonsels oder Emil und die Detektive als einziges Buch von Erich Kästner. Wieso? Ja, das frage ich mich wirklich.

Was ist das für ein Gefühl als Autor sein Lebenswerk zerstört zu sehen? Erich Kästner war selbst in Berlin dabei und hat gehört wie sein Name aufgerufen wurde und seine Bücher symbolisch ins Feuer geworfen wurde. Er hat die Rufe gehört um sich herum. Menschen, die das Verbrennen feiern und sich über die Verstümmelung ihrer Kultur freuen. Wenn ich höre, wie er selbst darüber redet, Jahre nach diesem traumatischen Erlebnis, kommen mir immer wieder die Tränen.

Ich liebe Bücher und ich kann nicht verstehen, wie Menschen mit akademischem Hintergrund zu so einer Tat aufrufen können.
Niemand von der Spitze ist auf jene Idee gekommen, es waren junge Studenten und Professoren, die innerhalb so kurzer Zeit so fest in der Hand waren, dass sie alles dafür tun wollten, dem Regime zu gefallen.

Wie diese Menschen Bücher verbrennen konnten, obwohl Bücher doch ein Heiligtum der deutschen Gesellschaft bedeuten, ist mir unbegreiflich. Dachten sie nicht daran, dass dort Worte niedergeschrieben waren, die vielleicht nie wieder zurückkehren würden?
Dachten sie nicht an die Existenzen, die durch die Verbrennung zerstört werden würden?

Gedenken wir den Büchern, den Autoren und dem verlorenem Status als Land der Dichter und Denker.

In diesem Sinne- achtet eure Bücher~

Büchermagie

Kolume10: Wenn der Stift klemmt

Schreibblockade. Die Angst vor dem leeren Blatt. Die Angst vor dem Wort.

Ich glaube jeder, der Texte in irgendeiner Form verfasst, hat sie schon einmal mehr oder weniger schlimm erlebt. Diese Blockade, die einen hemmt und dafür sorgt, dass kein vernünftiges Wort aufs Papier gelangen will.

Ich kenne Leute, die bestreiten die Existenz von Schreibblockaden. Andere sagen, sie hätten eine über mehrere Monate gehabt. Meiner Meinung nach gibt es Schreibblockaden, sie müssen aber nicht immer etwas Schlechtes bedeuten. In einem Buch habe ich gelesen, dass Schreibblockaden häufig deswegen entstehen, weil man einen zu komplexen Sachverhalt in zu wenig Text packen möchte. Weil man sich kürzer fassen will, als man sich müsste. Oder aber weil man ein zu weites Thema für die Passage vorgesehen hat. Vielleicht kommt sie auch daher, weil man etwas schreiben möchte, woran man emotional sehr hängt und deswegen nicht weiter machen will. Oder man weiß genau, dass man, wenn man weiter macht, einen Absatz streichen muss, an dem man hängt und traut sich deswegen nicht weiter zu schreiben. Egal woher die Schreibblockade kommt, ich glaube, sie tut einem gut. Genau wie man Lernpausen braucht, braucht man auch mal Schreibpausen.

Halten wir also fest: Schreibblockaden sind gut! Wie ihr damit umgeht, ist wichtig.

Schreibblockaden können schnell zu einer ausgewachsenen Schreibangst werden, aber dazu darf es nicht kommen. Manchmal hilft ein bisschen Abstand von der Arbeit, um wieder klare Gedanken fassen zu können. Das reicht manchmal aber nicht. Meistens liegt es daran, dass man etwas streichen oder umschreiben muss, an dem man hängt. In dem Buch gab es eine interessante Taktik: Die gestrichenen Teile in ein“Reste“-Dokument packen. So löscht man sie nicht komplett und kann sie vielleicht irgendwann noch einmal gebrauchen.

Das ist effizienter als meine Methode. Wenn ich größere Änderungen in einem Text vornehmen muss, schreibe ich ihn meistens von Anfang an komplett neu. Aber nur so komme ich über die Schreibblockade weg – das dauert zwar eine Weile, dafür ist der zweite Text meist wesentlich besser als der erste. Die erste Version behalte ich aber immer. Vielleicht brauche ich sie ja noch einmal. 😉

Versucht die Blockade als Zeit zum Reflektieren zu nutzen. Gebt eurem Hirn Zeit, das Geschriebene zu verarbeiten und eventuell neu zu formulieren. Geht die Passagen vielleicht auch einmal im Geiste durch, wenn ihr Leerlauf habt (an der Kasse im Supermarkt zum Beispiel).

Wenn ihr jedoch vor dem leeren Papier sitzt, ihr zwar wisst, was ihr schreiben, aber nicht, wie ihr anfangen sollt: Versucht einfach mal eine Szene früher, oder später, oder einfach mitten drin anzufangen. Verändern kann man es später immer noch. 🙂

Ich kann euch nicht sagen, wie ihr eure Schreibblockaden überwinden könnt, wenn ihr welche habt. Aber vielleicht nützt es ja schon etwas, sie als Hilfe und nicht als Hindernis zu sehen.

Bis bald,

Pumerogo~

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